Petra Levis rot weiss

 

 

"Rot-Weiss" 2013. Aquarell 13 H X 13 B cm. Signiert u. datiert.

Petra Levis

1961 in München geboren – Deutsch-Amerikanerin
1983 - 89 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München

Ausstellungen (Auswahl)

2013 Galerie Ulrich Gering, Frankfurt/Main

2013 Galerie Atzenhofer, Nürnberg

2012 Jahresausstellung Kunstverein Aschau, Aschau (Chiemgau)

2011 Große Kunstausstellung 2011 Haus der Kunst, München

2011 Galerie Kunstreich, Bern

2011 Realisme 11 - Messe Amsterdam

2010 Jahresausstellung des BBK Galerie der Künstler, München

2010 welcome galerie GEDOKmuc, München

2010 Petra Levis meets Dallmayr Schaufenster Januar im Dallmayr, München

2009 Galerie Carla Renggli, Zug, CH 

2009 Galerie Michael Schmalfuss, Marburg

2008 Galerie Filser & Gräf, München

2007 Naschwerk Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

2007 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München

2006 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München

2005 Galerie Waßermann, München

2005 Galerie Markt Bruckmühl

2004 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München

2002 Art Frankfurt

2002 22. Kunstpreis Sparkasse Esslingen-Nürtingen

2002 Credit Suisse, München

2001 Forum in der Borstei, München

2001 Galerie Rutzmoser, München

2000 Klinikum Neuwittelsbach, München

1997 Galerie Maier, Rosenheim

1995 Galerie im Alten Rathaus, Prien am Chiemsee

1994 Galerie der B.A.T., Bayreuth

1994 Kunstpreis des Kunstvereins Bobingen

1993 Galerie am Stefansberg, Bamberg

1992 Galerie Schau-Raum, Freiburg i.Br.

1992 Neue Münchner Galerie, München

1992 Seidl Villa, München

1988 Galerie im Anbau, Gauting/München

1988 Förderpreise 88 der Stadt München
 

 

 

 Petra Levis Aquarell

"Bouzigues" 2012
60 H X 606 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

 pETRA lEVIS aQUARELL

"Red Star"
50 H X 50 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis Aquarell

"Buntstifte"
50 H X 50 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis Aquarell

"Apollinaris"
120 H X 50 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis Aquarell

"Colours"
13 H X 13 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis Aquarell

"Smarties"
30 H X 120 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis Aquarell

"Smarties"
30 H X 15 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

"Smarties"
30 H X 15 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

"Smarties"
30 H X 15 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

"Smarties"
30 H X 15 B cm
Aquarell
signiert u. datiert

Petra Levis

"Praline"
34 H X 34 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra levis Aquarell

"Praline"
34 H X 34 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis

"Praline"
34 H X 34 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis

"Cooks blue"
52 H X 52 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

"Cooking Apple Green"
52 H X 52 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

 Petra Levis

"Charlotte II"
34 H X 34 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

"Charlotte I"
34 H X 34 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis

Charlotte IV"
34 H X 34 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

Petra Levis Aquarell

"Türkis Weiss"
13 H X 13 B cm
Aquarell
signiert u. datiert
 

"Rot Weiss"
13 H X 13 B cm
Aquarell
signiert u. datiert

Kunterbunte Smarties, rot-weiß gestreifte Pfefferminzbonbons, aufwendig dekorierte Pralinen und Petits Fours – mit höchster Präzision bringt Petra Levis ihre süßen Verführungen auf Papier. Ihre immer wiederkehrenden Motive schöpft sie aus einer jahrelangen „Sammlung“ von Objekten, die aufgrund der Farbe, der Form, des Ornamenthaften ihre Auf­merksamkeit erregen. So beschäftigt sie sich mit der Abbildung von Süßigkeiten, Milch, Wasser, Papier oder Tassen und Bechern – alles Gegenstände, die sie in ihrem täglichen Leben begleiten. Gewöhnliche Dinge, vergängliche, flüchtige, werden in etwas Ausgefallenes, Dauerhaftes verwandelt, in etwas, das man nicht so schnell vergisst.

Mit Aquarellfarbe malt die 1961 von deutsch-amerikanischen Eltern in München geborene Künstlerin ihr Naschwerk überdimensional groß. So füllen beispielsweise 13 Smarties ein 30 x 120 cm großes Bild nahezu vollständig aus. Dabei wird jedes Detail gleichwertig ins Bild aufgenommen, nichts wird zeichnerisch oder malerisch vernachlässigt oder un­scharf dargestellt. Feinste Linien sind ebenso präzise wie große Flächen. Klare Farben bestimmen das Bild. Der relativ trockene Auftrag der nuancenreichen Farben ermöglicht Levis, Fläche an Fläche zu setzen, ohne dass diese ineinander fließen. Eine realistische, sehr haptische Darstellung der unterschiedlichen Materialien wird erzeugt, die dem Trompe­l’œil (frz. „täusche das Auge“) sehr nahe kommt. Der Schaffensprozess bleibt trotz des Illusionismus im Bild erkenn­bar, Ebenen der Abstrahierung und der Autoreferentialität der Malerei treten hinzu. Ein subtiles Spannungsverhältnis zwischen Realismus und Abstraktion entsteht.Bevor sie auch nur einen Pinselstrich aufträgt, konzipiert Levis die Form- und Farbzusammenstellung, Linien und Kontraste und plant die Bildkomposition bis ins Detail. Nichts ist zufällig, auch nicht der Lichteinfall. Dem häufig als nebensächlich abgetanen Schatten kommt in Levis Arbeiten eine besondere Bedeutung zu. Sie spielt geradezu mit dem Lichteinfall, schafft dadurch deutliche Formen und betont die Räumlichkeit. Auf glatte, leicht mattierte Oberflächenplatziert sie ihre Objekte, wodurch eine etwas verschwimmende Spiegelung entsteht. Das Spiel mit Hell und Dunkel wird somit auf die Spitze getrieben. Spiegel und Spiegelungen können sehr vieldeutig interpretiert werden, so ist ein Spiegel Symbol der (Selbst-) Erkenntnis, des Verstandes, der Klarheit, aber auch der Vergänglichkeit und Eitelkeit, Vanitas. Spie­gelungen stehen häufig für Irritation und Blendung. Ein Synonym von „spiegeln“ ist „reflektieren“, und das wiederumbedeutet u.a. „denken“ oder „nachdenken“.

Der amerikanische Realismus ist ein Ausgangspunkt für Petra Levis. Überdimensional groß und häufig fotorealistisch sind die Darstellungen, wobei sie sich ausdrücklich von letztgenanntem distanziert, da sie ausschließlich von Gegen­ständen ausgeht, nicht von einer Fotografie. Beispielsweise das „typisch amerikanische“ Licht und die Magie der Weite eines Edward Hopper faszinieren sie.Seit der Entstehung der Pop Art in den 1950er Jahren, deren Motive hauptsächlich aus dem Alltag, der Konsumwelt, den Massenmedien entstammten, zählen Bonbons, Konfekt oder Pralinen zu beliebten Sujets. Süßigkeiten dienen als Metaphern für kindliche Arglosigkeit, Genussfreuden oder aber Konsum im Überfluss. Die Massenverbreitung von Sü­ßigkeiten ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts macht aus den bunten Schleckereien mit den leuchtenden Farben, den verschiedenen Formen und Muster das ideale Stilllebenmotiv, mit dem das Verlangen nach „Süßem“, im wahrsten und übertragenen Sinne, symbolisiert werden kann. Der 1920 in Arizona geborene Wayne Thiebaud etabliert mit sei­nen Tortenstücken, den Lollies und Eiscremes das beinahe vergessene Stillleben wieder als gesellschaftsfähiges Genre mit Bildern von massenproduzierten Naschereien, dem Produkt einer modernen Gesellschaft. Zahlreiche Künstler der Gegenwart befassen sich mit diesen Bildmotiven: Peter Anton zum Beispiel mit seinem vielschichtigen Bildwerk „Pra­linenboxen“, Emily Eveleth mit ihren überdimensional großen Donuts oder Günter U. Beiers „Pralinen“ und „Coloura­dos“, nur um einige Vertreter neben Petra Levis zu nennen.
(
Katja Vobiller)